Das 9. Publishers' Forum findet am 23. und 24. April 2012 wieder im axica-Konferenzzentrum am Pariser Platz und Brandenburger Tor in Berlin statt 2012 gibt es zusätzlich zur üblichen Programmstruktur parallel zu allen deutschsprachigen Vorträgen und Workshops englischsprachige Angebote! Das fast vollständige Programm, (Frühbucher-)Konditionen und Anmeldeunterlagen unter publishersforum.de ›Welche Innovation der jüngsten Zeit hat am meisten Einfluss auf Ihren Alltag?‹ »Zur Leipziger Messe wird die Innovationsplattform Prototype von Forum Zukunft und AKEP starten. Boersenblatt.net hat Helmut von Berg (Direktor bei Klopotek & Partner) gefragt, worauf es ihm beim Thema Innovation vor allem ankommt. Seine Antwort: ›Das ist die eigentliche Innovation: Publishing braucht ein neues Denken und die Fähigkeit sich neu zu erfinden. Das darf nicht geduldet, sondern muss aktiv gefördert werden, denn es wird die notwendige Voraussetzung sein, die Ansätze und im Raum stehenden Optionen als Versprechen für die Zukunft und nicht schon als die Zukunft selbst zu begreifen. Nur so wird eine ausreichende, übergreifende Anstrengung entstehen, neue Wege zu gehen, neue Methoden zu entwickeln und dem, was bisher Publishing auszeichnete, von Grund auf neue, tragfähige Formen hinzuzufügen. Denn ›Publishing‹ ist Austausch von Empfinden, Erleben, Erfahrung, Wissen und im Kern Kommunikation, deren Formen sich beständig weiterentwickeln, ob wir es wollen oder nicht. Und die Zeiträume, in denen der Wandel stattfindet, unterliegen nicht zuletzt einer erheblichen, technologisch getriebenen Beschleunigung. Das alles hat nachhaltigen Einfluss auf meinen Alltag, weil ich mich dieser Entwicklung verpflichtet fühle und indem ich sie kritisch begleite, mich - insbesondere mit dem Publishers' Forum - bemühe, Menschen für ein unvoreingenommenes Herangehen zu begeistern und gerade Jüngere im Rahmen meiner Möglichkeiten darin zu unterstützen, eine solche Zukunft zur ihren zu machen.‹ « Quelle: boersenblatt.net Diskussion um das Urheberrecht ›Zu oft rückwärtsgewandt‹ »Als Verlagsberater beobachtet Helmut von Berg, Direktor des Software- und Beratungs- unternehmens Klopotek & Partner, den Siegeszug der Digitalisierung aus der ersten Reihe. Im buchreport-Interview plädiert er für eine zukunftsgerichtete Debatte über ihren rechtlichen Rahmen. In der Branche gibt es Widerstand gegen Pläne, das Urheberrecht mit Blick auf die Digitalisierung grundlegend zu ändern. Zu Recht? Einzelpunkte, die in dieser Reformdiskussion vorgeschlagen werden, sind vielleicht kritikwürdig. Grundsätzlich aber stört mich, dass Diskussionsbeiträge aus der Branche oft zu rückwärtsgewandt und auf die eigene Perspektive beschränkt sind. Es geht ja auch um die Verteidigung existenzieller wirtschaftlicher Interessen. Diese Interessen werden aber nicht in erster Linie durch die Reformdiskussion gefähr- det, sondern durch die neuen Strukturen, die die Digitalisierung täglich hervorbringt. Woran krankt die Diskussion? Meiner Meinung nach müssen wir viel stärker differenzieren: Auf der einen Seite steht das Urheberrecht, das den kulturellen Wert eines Werkes für Kreative und seine Nutzung definiert, und auf der anderen Seite das Copyright, das die wirtschaftlichen Interessen der Verwertung sichert und die Verteilung der Erlöse unterstützt... Aber beides hängt doch zusammen. Natürlich. Trotzdem sind es zwei unterschiedliche Fragenkreise, die sich um unter- schiedliche Ziele und Interessen drehen. Das Urheberrecht sichert grundsätzlich nur die Anerkennung für den Status des Urhebers und seines Werkes. Ob und wie der sich darüber hinaus in ein Nutzungsentgelt umsetzen lässt, ist eine zunächst offene Frage. Was bedeutet das konkret für die Diskussionen um Urheberrecht und Copyright? Wenn wir uns zum Beispiel ein neues Phänomen wie die Cloud anschauen, ist das vom Standpunkt des Urhebers erst einmal eine großartige Entwicklung, denn mit Blick auf den kulturellen Wert eines Werkes muss das vorrangige Ziel im digitalen Zeitalter sein, eine möglichst breite Nutzbarkeit zu ermöglichen beziehungsweise seine Findbarkeit herzustellen. Unter dem Gesichtspunkt des Copyrights stellen sich dagegen ganz andere Fragen, etwa: Wie gehen wir damit um, dass ein großer Player per Marktmacht den Preis für bestimmten Content determiniert? Wie könnte die Branche solche Entwicklungen angemessen diskutieren? Die Diskussion in der Branche dreht sich zu vordergründig um die Frage, wie sich wirtschaftlicher Wert von Content realisieren lässt, und viel zu wenig um die Frage, was unabhängig davon seinen inhaltlichen Wert ausmacht. In der Folge bleibt es de facto Branchenfremden überlassen, Fakten zu schaffen. Statt schlicht eine Abwehr- haltung zu verteidigen, sollten wir das Thema sinnvoll ordnen und zukunftsgerichtete Antworten zu finden versuchen.« Die Fragen stellte David Wengenroth Quelle: buchreport.de Publishing der Zukunft ist 'Vernetztes Publizieren' Der erweiterte Vortrag an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlagen im Rahmen der Konferenz innovation@publishing, erscheint im einem Tagungsband Anfang 2012. Publishing der Zukunft ist 'Vernetztes Publizieren' Der erste Teil des Schlussworts zum diesjährigen Publishers' Forum online auf Publishers' Forum 2011 Präsentationen mit Download-Möglichkeiten für Text und Folien*) und im buchreport.blog Auf publishersforum.de ist auch Teil II des Schlussworts online, der aus Zeitgründen nicht vorgetragen wurde. *) Das gesamte Schlusswort steht auch als Video zur Verfügung und illustriert insbesondere den Teil zum vernetzten Publizieren. zurück nach oben